2015

Moderne Landwirtschaft benötigt gut ausgebildete Fachkräfte

Am 14. September fand in der Gesamtschule Friedrichstadt Wittenberg eine Auftaktveranstaltung statt, in der 150 Schülern der Klassen Acht bis Zehn die „Grünen Berufe“ der Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt anhand verschiedener Informationsmaterialien „für ein Erleben mit allen Sinnen“ auf unterhaltsame Art und Weise vorgestellt wurden.

Mehrere Betriebe und Auszubildende der Branche begleiteten die Veranstaltung, berichteten aus ihrem Alltag und beantworteten Fragen der Schüler. Eine Verkostung regionaler Produkte (Brot, Käse, Äpfel) demonstrierte, welche Rolle die Arbeit von Land- und Tierwirten sowie Fachkräften im Bereich Agrarservice im alltäglichen Leben spielt. Kurzfilme ergänzten den kompakten Blick auf die Ausbildung im Agrarbereich.

Hintergrund
Fast 60 Prozent der Bodenfläche Sachsen-Anhalts (Stand: Jahr 2014; Quelle: Statistisches Landesamt) wird landwirtschaftlich genutzt. Die Landwirtschaft hat jedoch, wie viele andere Branchen auch, mit unzureichenden Ausbildungszahlen zu kämpfen. Der demografisch bedingten Welle an abgehenden Fachkräften in ein paar Jahren steht keine ausreichende Anzahl an qualifiziertem Nachwuchs gegenüber. Zudem sind die „grünen“ Ausbildungsberufe bei Jugendlichen noch zu wenig bekannt, da der landwirtschaftliche Alltag im städtischen und Lebensumfeld keine Rolle spielt und die Herkunft und Zusammensetzung von Nahrungsmitteln selten hinterfragt wird.

Das Projekt „Chefsache Fachkräftesicherung“ im Verbund zwischen der Hochschule Anhalt, dem Bauernverband Wittenberg sowie dem Bauernverband Sachsen-Anhalt hat es sich in diesem Kontext zur Aufgabe gemacht, die Wahrnehmung der landwirtschaftlichen Ausbildung in Sachsen-Anhalt zu stärken. Finanziert aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des Europäischen Sozialfonds ist es Ziel, junge Leute über die Möglichkeiten und Karrierewege in den „Grünen Berufen“ aufzuklären, sie dafür zu begeistern sowie die Ausbildungsqualität in der Branche nachhaltig zu verbessern. Dafür wurde unter anderem die Plattform www.grüne-berufe.de entwickelt, auf der beispielsweise Ausbildungsstellen vermittelt und die landwirtschaftlichen Berufe vorgestellt werden.

Die Hochschule Anhalt verfolgt mit ihrem „grünen Bereich“ am Standort Bernburg bereits eine langjährige Tradition. Schon seit den 1960er Jahren werden hier Fach- und Führungskräfte mit praktischem Hintergrund unter anderem für die Landwirtschaftsbranche ausgebildet. Inzwischen bietet die Hochschule mehrere Direkt- und Weiterbildungsstudiengänge zum Thema an: das Direktstudium Landwirtschaft (Bachelor); Landwirtschaft/Agrarmanagement als berufsbegleitender Bachelor sowie Agrarmanagement für Führungskräfte als berufsbegleitender Master und unterstützt damit kontinuierlich die Nachwuchskräfteentwicklung für die regionalen Agrarbetriebe. Die praxisorientierte Ausbildung und die angewandte Forschung der Hochschule bringen die Studierenden dabei früh im Studienverlauf mit regionalen Unternehmen in Verbindung.

2015 von Juliane Ziegler (Kommentare: 0)

Kitakinder aus Halle erleben moderne Landwirtschaft hautnah

Woher kommt die Milch, bevor sie in Tetrapacks abgefüllt auf unseren Frühstückstischen steht? 18 Kinder der halleschen Kita „Weltenbummler“ durften am 20. August in Quellendorf die Milchkuhhaltung der Quellendorfer Landwirte GbR besuchen. Empfangen wurden sie mit einem Frühstücksplatz im Strohlager, wo Klaus Schönfeld, Geschäftsführer des Betriebs, bereits mit drei Paletten Leckermäulchen bereit stand. Die Milch, die zur Herstellung des beliebten Desserts benötigt wird, kommt schließlich auch von den Kühen des Quellendorfer Hofes.

Gestärkt ging es in die Stallanlagen. Hier war zu erfahren, dass die 1.000 Kühe täglich etwa 25.000 Liter Milch geben und je nach Leistung unterschiedlich gefüttert werden müssen, denn, so erklärte sich Carl (4) das Prinzip „wenn die immer was fressen, dann kommt ja auch immer wieder Milch rein“. Die Melkstation konnte von einem Fenster aus beobachtet werden: „Die Kühe fahren Karussell“, so Schönfeld erklärend und werden an dieser Station zweimal am Tag gemolken, „jedoch nicht mehr von Hand“. Diese Arbeit erfolgt nur noch mit maschineller Kraft. „Die müssen aber sauber gemacht werden, sonst kommt da doch nur schmutzige Milch raus“, war die Reaktion der Kinder, als sie später draußen einmal selbst in eine Ladung Kuhdung traten.

Highlight des Rundgangs: Die Geburt eines Kälbchens - gerade in dem Moment, als die kleinen Entdecker zur Stelle waren. Nach Aufforderung zur Ruhe war kein Kinderlaut mehr zu hören, alle blickten gebannt auf die Kuh, die im Stroh lag und der Natur unter sichtlicher Kraftanstrengung erfolgreich ihren Lauf ließ. Anschließend wurde das Kälbchen zärtlich trocken geleckt während dieses erste erfolglose Steh- und Gehversuche unternahm.

Die Kalbstation und der „Kindergarten“ auf dem etwa 10 Hektar großen Hofgelände zogen auch noch einmal lange die Aufmerksamkeit auf sich, zumal hier für die Kinder auch Gelegenheit bestand, sich einmal im Handmelken am Modell zu versuchen. Insgesamt 55 Mitarbeiter beschäftige der Betrieb, so Schönfeld, 4.200 Hektar Getreide, Raps, Mais, Wiesen, Gras und Rüben würden bewirtschaftet.

Die Kinder bekamen an einem Modell gezeigt und erklärt, wie ein Euter funktioniert.
 Die Kinder zeigten sich begeistert und bedankten sich überschwänglich für die große Runde über den Hof der sichtbar zufrieden wirkenden Kühe in den luftigen und hellen Anlagen, als sie sich von Klaus Schönfeld verabschiedeten. Auf der Rückfahrt nach Halle wurde das Erlebte dann bereits ausführlich diskutiert und untereinander ausgewertet.

Organisiert wurde die Aktion durch das Projekt „Chefsache Fachkräftesicherung“ im Verbund zwischen dem Weiterbildungszentrum Anhalt der Hochschule Anhalt, dem Bauernverband Wittenberg sowie dem Bauernverband Sachsen-Anhalt. Finanziert aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des Europäischen Sozialfonds ist es Ziel des Projekts, junge Leute für eine Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich zu begeistern sowie die Ausbildungsqualität in der Branche nachhaltig zu verbessern. Dafür wurde unter anderem die Plattform www.grüne-berufe.de entwickelt, auf der beispielsweise Ausbildungsstellen vermittelt und die landwirtschaftlichen Berufe vorgestellt werden.

2015 von Juliane Ziegler (Kommentare: 0)

Besichtigung der Agrargenossenschaft Trebitz

Die Agrargenossenschaft Trebitz e.G. hat ihre Türen für interessierte Schüler der Förderschule "Adolf-Reichwein" Pretzsch geöffnet.
Die Jugendlichen haben nicht nur einen Einblick in das Tagesgeschäft eines Tier- bzw. Landwirtes bekommen, sondern durften auch mitarbeiten.

Kälber ausmisten, Stroh einstreuen sowie Kälber in einen anderen Stall treiben standen auf dem Plan.

2015 von Sabrina Buchmann (Kommentare: 0)

Klappe, die VIEH-rte: Drehtermin in Sachsen-Anhalter Geflügelbetrieb

In einem großen Geflügelbetrieb Sachsen-Anhalts wurde heute umfangreiches Bild- und Tonmaterial für die Erweiterung der Motivreihe "Grüne Berufe in Sachsen-Anhalt" gesammelt. Nachdem die strengen Hygienebedingungen erfüllt wurden, durfte das Drehteam gemeinsam mit dem Betriebsleiter sowie einem Mitarbeiter des Unternehmens die Ställe besichtigen. Nach vier Stunden waren alle Bilder abgedreht, nun geht es an den Filmschnitt und das Layout der Plakatmotive. Die Ergebnisse werden im Juni in einer größeren Aktion veröffentlicht, in der neben dem Tierwirt Geflügel auch die Ausbildungsberufe Tierwirt Schwein und Tierwirt Rind eine Rolle spielen. Alle drei Fachrichtungen sind ganz typisch für die Landwirtschaft Sachsen-Anhalts, jedoch unter Jugendlichen wenig bekannt. Sowohl die Menge als auch die Qualität der Bewerber- und Ausbildungszahlen sind, ähnlich zu anderen Branchen, in den letzten Jahren rückläufig gewesen.

2015 von Juliane Ziegler (Kommentare: 0)

Ausbildungsmesse in Jessen wirbt Nachwuchs für die Agrarwirtschaft

Das Projekt „CHEFSACHE Fachkräftesicherung“, mit dem durch die Kooperation der Hochschule Anhalt mit dem Bauernverband Wittenberg e.V. die erfolgreiche Nachwuchsgewinnung in der Landwirtschaft sowie die Qualität der Ausbildung im Landkreis Wittenberg verbessert werden sollen, präsentierte am 15. Januar 2015 in Jessen auf der jährlichen Ausbildungsmesse

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2015 von grüne-berufe.de (Kommentare: 0)